Tafel am Stein „Frieden und Völkerverständigung“ im Prenzlauer Stadtpark

Gedenkveranstaltung am 31. August 2019 vor dem Friedensdenkmal, Redner: Jörg Dittberner (Foto: privat)

Die Tafel am Gedenkstein (Foto: Jörg Dittberner)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits im Jahre 2008 richteten Schüler unter Anleitung ihres Geschichts-Tutors (Vereinsmitglied) Jörg Dittberner den mittlerweile recht unansehnlichen Gedenkstein im Rahmen des Projekts Ge(h)Denkmal – Tu was! in etlichen Arbeitsstunden wieder her. Am 1. September 2008, dem Weltfriedenstag, erfolgte die Einweihung des gründlich überarbeiteten Denkmals. Die Projektgruppe bestand aus Schülerinnen und Schülern des Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasiums Prenzlau. Die „Einweihung“ wurde als feierliche Gedenkveranstaltung mit zahlreichen Gästen vollzogen.

Nach elf Jahren bestand neuer Bedarf. Und so ist wiederum mit Schülern die Idee entstanden, dem Gedenkstein eine Auffrischung und eine Erläuterungstafel zu geben. Jörg Dittberner und Dr. Andreas Heinrich, 2. Beigeordneter der Stadt Prenzlau, entwarfen einen Text für die Tafel, die die Stadt aufstellen ließ. Das direkte Umfeld des Steines soll noch begrünt werden bekommen. Am 31.08. erfolgte die Einweihung im Rahmen einer kleinen Festveranstaltung. Daran nahmen auch sechs Schülerinnen und Schüler aus dem Geschichtstutorium von Jörg Dittberner teil, die bereits bei einer der vom ihm seit vielen Jahren organisierten Fahrten in die Gedenkstätte KZ-Auschwitz mitmachten. In diesem Rahmen, sozusagen als Vor- bzw. Nachbereitung der Fahrten, kam der mittlerweile obligatorische „Reinigungs- und Auffrischungstag“ zustande. Da der Gedenkstein ursprünglich den deutschen Gefallenen bei der Niederschlagung des Herero-Aufstandes (1904-1906) in Deutsch-Südwest-Arfika gewidmet war, wurde im Unterricht auch über diese Thematik gesprochen.

Seit 2003 wird jährlich zum Weltfriedenstag, vereinzelt auch zu anderen Anlässen, von der Fraktion DIE LINKE. Prenzlau und ggf. von Schülern des Scherpf-Gymnasiums eine kleine Gedenkveranstaltung durchgeführt – teilweise schweigend, teilweise mit kurzen Reden und Blumengebinden. Vorab finden meist kleinere Säuberungsarbeiten statt.