Hilferuf

Luisa Andres / Beatrix Bretsch / Ute Herrmann: ERLEBT. ERZÄHLT. ERINNERT. 100 JAHRE ERSTER WELTKRIEG UND SEINE AUSWIRKUNGEN AUF DIE UCKERMARK.
Schülerarbeiten zur Regionalgeschichte, Heft 7 (2015)

Herausgeber: Jürgen Theil, Uckermärkischer Geschichtsverein zu Prenzlau e.V.

Inhaltsverzeichnis:
Geleitwort von Prof. Dr. Klaus Neitmann. 4–5
Vorwort von Dr. Stephan Diller. 6
Einleitung. 7
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. (Tafel 1). 8
Kriegseinsätze der in Prenzlau ausgebildeten oder hier mobil gemachten Soldaten. (Tafeln 2–4). 9–11
Prenzlauer im Ersten Weltkrieg. (Tafel 5). 12
Uckermärker Henning von Holtzendorff als Chef des Admiralstabs der Marine und Befürworter des uneingeschränkten U-Bootkrieges. (Tafel 6). 13
Kriegserlebnisse des Landesdirektors und ehemaligen Prenzlauer Landrates von Winterfeldt. (Tafeln 7–8). 14–15
Die letzte Feldpostkarte des toten Sohnes. (Tafeln 9–10). 16–17
Die Auswirkungen des Krieges auf Prenzlau. (Tafeln 11–15). 18–22
Kriegschronik der Schule zu Beenz. (Tafeln 16–17). 23–24
Prenzlauer Landrat Winterfeldt über Kaiser Wilhelm II. (Tafel 18). 25
Das Ende des Krieges und die unmittelbare Nachkriegszeit. (Tafel 19). 26
Gedenken an die Kriegstoten. (Tafel 20). 27
Enthüllung einer Gedenktafel für 38 Schüler. (Tafel 21). 28
Kriegschronik der Schule zu Beenz (komplette Abschrift). 29–43
Kriegerdenkmal und „Heldengedenken” in Beenz. 44
Ausgewählte Feldpostkarten. 44–45
Feldpostbriefe der Zwillinge Richard-Georg und Hans-Joachim Matzner. 45–49
Zeitungsbericht über den gefallenen Sohn Richard-Georg Matzner. 50
Ausgewählte Ausstellungsobjekte. 50–52
Gästebucheinträge. 53–54
Danksagung. 55–56

 

Die Ausstellung „Erlebt. Erzählt. Erinnert. 100 Jahre Erster Weltkrieg und seine Auswirkungen auf die Uckermark“ wurde im Rahmen des Jugendprogramms „Zeitensprünge in Brandenburg“ in Kooperation zwischen dem Uckermärkischen Geschichtsverein, dem Dominikanerkloster Prenzlau und dem Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium Prenzlau realisiert.

Projektbetreuer: Jürgen Theil

Die vorliegende, aus einer Ausstellung hervorgegangene Veröffentlichung erhellt in bemerkenswerter Weise die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Uckermark und die uckermärkische „Hauptstadt“ Prenzlau. Die Autoren haben, um einen umfassenden und tiefer gehenden Einblick in die damaligen Verhältnisse, in die Vorstellungswelt der Zeitgenossen mit ihren Hoffnungen und Sorgen zu gewinnen, vielgestaltiges Quellenmaterial verschiedenartiger Herkunft ausgegraben und zusammengetragen. Sie haben sich nicht damit begnügt, die in den Archiven dominierenden Verwaltungsakten, in denen naturgemäß die Sicht der jeweiligen staatlichen oder kommunalen Stellen die Dokumentation bestimmt, auszuwerten, sondern sind erfolgreich darum bemüht gewesen, neben den Regionalzeitungen auch Zeugnisse privater Herkunft wie Feldpostbriefe und -karten heranzuziehen, und mit der „Beenzer Kriegschronik“ ist ihnen ein glücklicher Fund gelungen, in dem sich die Anteilnahme der Lehrer und Schüler einer uckermärkischen Dorfschule am Kriegsgeschehen und dessen Miterleben anschaulich und nachdrücklich widerspiegeln. Wieder einmal hat sich erwiesen, dass die Überzeugungskraft einer historischen Darstellung maßgeblich davon abhängt, ob ihre Verfasser es vermögen, mit ihrem Spürsinn in den Archiven und auch außerhalb mit großer Umsicht Zeugnisse und Dokumente unterschiedlicher Art und Gehaltes zu ermitteln und zur Sprache zu bringen. Die im Folgenden präsentierten Quellen sind glücklich ausgewählt und in eine klare Übersicht gebracht, so dass sie eindringliche Einblicke in das Leben an der “Heimatfront” gewähren und in die auftauchenden Probleme der Alltagsbewältigung ebenso wie in die Lebenswelt und Erwartungshorizonte der Zeitgenossen während des Ersten Weltkrieges und nach seiner Beendigung glücklich einführen. So erhält der Betrachter und Leser eine klare Vorstellung davon, wie der erste totale Krieg des 20. Jahrhunderts das Leben der Zivilisten fern von der Front bestimmte und sie von seinen Anforderungen abhängig machte.

(aus dem Geleitwort von Prof. Dr. Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs und

Vorsitzender der Brandenburgischen Historischen Kommission e.V.)

--> Jugendgeschichtstag in Potsdam
--> Ausstellungseröffnung im Landtag

Prenzlauer-Zeitung_2015-12-02