Hilferuf

Neben den „ordentlichen“ Mitgliedern hat der UGVP seit seiner Gründung lt. Satzung (§ 3) die Möglichkeit, fördernde Mitglieder, korrespondierende Mitglieder sowie Ehrenmitglieder zu ernennen.
An dieser Stelle werden diese Mitglieder in der Reihenfolge ihrer Ernennung aufgelistet und kurz vorgestellt.

 

__HP_Enders_PZ-1992 Dr. Lieselott Enders auf der Regionalgeschichtlichen Tagung des UGVP und der AG für uckermärkische Geschichte vom. 26. bis 28.06.1992 im Prenzlauer Bootshaus (Bild: Reinhard Timm)

Dr. Lieselott Enders (1927–2009)
1990 zum Ehrenmitglied auf der 1. Vollversammlung des UGVP am 30.01.1990 ernannt
Dr. Lieselott Enders hat Jahrzehnte als wissenschaftliche Archivarin im Brandenburgischen Landeshauptarchiv historische Quellen ausgewertet und veröffentlicht. Stets war sie bemüht, ihre Forschungsergebnisse einem möglichst breitem Publikum zu vermitteln. Durch zahlreiche Vorträge, Artikel und Bücher in der und über die Uckermark hat sie wesentlichen Anteil an der uckermärkischen Geschichtsforschung. In der „Wendezeit“ stellte sie die historische Landschaft „Uckermark“ öffentlichkeitswirksam heraus und unterstützte den UGVP tatkräftig.

(Dr. Matthias Schulz, 2014)

__HP-Kegel_Buchholz-1990 Gerhard Kegel auf der Arbeitstagung der AG für uckermärkische Geschichte in der Holmer Mühle in Buchholz in der Nordheide am 19./20.05.1990 (Bild: Archiv UGVP)

Gerhard Kegel (1934–2008)
1995 zum Ehrenmitglied auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 08.12.1995 ernannt
In Buchholz in der Nordheide gründete Gerhard Kegel 1974 einen Geschichts- und Museumsverein und initiierte die Restaurierung einer alten Wassermühle, die zu einem Museum ausgebaut wurde. 1979 wurde er zum 1. Vorsitzenden der Kunstkommission der Stadt Buchholz gewählt. 1984 gründete er die AG für uckermärkische Geschichte, die an den Buchholzer Geschichtsverein angebunden war. Als Herausgeber und Autor zahlreicher Beiträge zur Kunstgeschichte und zur uckermärkischen Geschichte erwarb er sich besondere Verdienste. 1989 wirkte er aktiv bei der Entstehung des UGVP mit und warb erfolgreich für den Anschluss der AG für uckermärkische Geschichte an den UGVP.
1989 konnte Kegel den Kulturpreis der Stadt Buchholz und 1993 den Preis für besondere Verdienste um die Stadt Prenzlau entgegennehmen, den er nach Differenzen mit Bürgermeister im Jahre 2000 zurückgab. Seit 1990 bemühte sich G. Kegel um die Rettung verschiedener Baudenkmale in Prenzlau. 1995 gelang es ihm, den Hamburger Kaufmann Holger Cassens für eine Stiftung zu gewinnen – der alle zwei Jahre vergebene „Adolf-Stahr-Preis“ ist mit 4000 Euro der höchstdotierte Literaturpreis in der Uckermark.
Für seine Verdienste in Buchholz und Prenzlau wurde Gerhard Kegel im Mai 2005 mit dem Niedersächsischen Verdienstkreuz am Bande geehrt, das ihm von Ministerpräsident Christian Wulff verliehen worden war.

(Jürgen Theil, 2014)

Werner-Otto_Stiftungsbild Werner Otto (Bild: Startseite Homepage Werner-Otto-Stiftung, mit freundlicher Genehmigung von Frau Maren Otto)

Prof. Dr. h. c. Werner Otto (1909–2011)
1995 zum „fördernden Mitglied“ auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 08.12.1995 ernannt
Prof. Werner Otto, Begründer des berühmten deutschen Versandhauses „Otto Versand“, verbrachte seine Kindheit und Gymnasialzeit in Prenzlau. Die Aktivitäten des „Prenzlauer Heimatkreises“ unterstützte er über Jahrzehnte. Er gründete 1994 in Schwedt/Oder das erste ECE-Center in den neuen Bundesländern.
Zeit seines Lebens beteiligte es sich an vielen sozialen Projekten und war Förderer der Kunst (Werner-Otto-Stiftung). Mit großzügigen Spenden unterstützte er z. B. die Grundsanierung der Dreifaltigkeitskirche in Prenzlau (die ehemalige Franziskanerklosterkirche). 1997 erhielt er den Preis der Stadt Prenzlau für Verdienste um die Stadt. Das Preisgeld wurde zugunsten der Friedrich-Fröbel Kindereinrichtung auf 10.000 DM aufgestockt.

(Jürgen Theil, 2014)

__HP-Wiechert_Templin-2013 Heinz Wiechert (links) übergibt während der Vorstellung des 19. Mitteilungsheftes des UGVP am 14.02.2013 im Museum Templin dem Vereinsvorsitzenden ein wertvolles Buch von 1720. (Bild: Reinhard Timm)

Heinz Wiechert (*1947)
1995 zum „fördernden Mitglied“ auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 08.12.1995 ernannt
Heinz Wiechert ist ein „Urgestein“ des UGVP. Solange seine Gesundheit es erlaubte, gehörte er zu den aktivsten Mitgliedern, sein streitbarer Geist regt auch heute zu manch fruchtbarer Diskussion an.
Einen zentralen Platz in seinem Leben nehmen Bücher ein. Dabei geht es ihm um das „ganze“ Buch: Materialherstellung, Druck, Bindung, Inhalt, historischer Rahmen der Entstehung, Umgang mit dem Buch im Verlauf der Zeit, einstige Besitzer usw.. Die Bibliothek des UGVP bereicherte er wiederholt mit großzügigen Buch-Spenden.

(Dr. Matthias Schulz, 2014)

Bleich_UGVP_2014-04-10 Ute Bleich in ihrem Element, hier beim Aktenstudium im Archiv des UGVP. (Foto: April 2014, Dr. M. Schulz)

Ute Bleich (*1935)
2014 zum Ehrenmitglied auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 26.04.2014 ernannt
Ute Bleich, seit 1997 Mitglied im UGVP, hat mit ihrer außergewöhnlich zielstrebigen und gewissenhaften Arbeit als Ortschronistin im Bereich Fürstenwerder / Kraatz die Geschichte dieses Raumes über viele Jahre hinweg erforscht. Dabei greift sie auf Ursprungsquellen wie Kirchenbücher, Urkunden und historische Karten zurück, die sie in regionalen und überregionalen Archiven ausfindig macht und durch Abschrift sowie Kommentierung erschließt. So manch‘ vergessene Schrift rettete Ute Bleich vor dem endgültigen Verfall.
Zahlreiche Artikel im Prenzlauer Heimatkalender, im Mitteilungsheft des UGVP und vor allem im Fürstenwerder Mosaik, von dem einige Bände ohne sie nie erschienen wären, zeugen von ihrer systematischen Forschung.
Dank regelmäßiger Treffen der Ortschronisten ihrer Großgemeinde gelang ihr der Aufbau eines aktiven Netzwerkes. Ihr Beispiel trug wesentlich dazu bei, dass die Gemeinde Nordwestuckermark ihre Ortschronisten seit Jahren kontinuierlich unterstützt und in Kraatz ein Ortsarchiv angelegt hat, in dem alle Forschungsergebnisse gesammelt werden.

(Dr. Matthias Schulz, 2014)

Heese_Annenwalde_1998-07-06 Bernhard Heese im Juli 1998, als der UGVP die Annenwalder Glashütte besuchte. (Foto: Archiv UGVP)

Bernhard Heese (*1930)
2014 zum Ehrenmitglied auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 26.04.2014 ernannt
Bernhard Heese gehört zu den ersten Mitgliedern des UGVP, die von Anfang an sehr aktiv am Vereinsleben teilnahmen (z. B. 1990/91 bei Reinigung und Ausbau des Hexenturmes zum Vereinsdomizil). Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich intensiv mit der Prenzlauer Stadtgeschichte. Seine regionalen Forschungen konzentrieren sich insbesondere auf die Geschichte der Gastronomie und auf die Baugeschichte ausgewählter Objekte. Bekannt wurde er auch durch seine profunden Artikel zur Geschichte Prenzlauer Gebäude und Grundstücke – „Grundstücksepisoden“ – in verschiedenen Mitteilungsheften des UGVP.
Die Vereinsbibliothek hat Bernhard Heese mit einer Reihe wichtiger Bücher und Materialien bereichert, auch gab er das Prenzlauer Adressbuch 1938 und einen alten Stadtführer als Kopie heraus.

(Jürgen Theil / Reinhard Timm, 2014)

_Prof-Neitmann_2015 Prof. Dr. Klaus Neitmann auf der Tagung zur Reformation am 18.04.2015 im Prenzlauer Dominikanerkloster. (Foto: Dr. Matthias Schulz)

Prof. Dr. Klaus Neitmann (*1954)

2015 zum Ehrenmitglied auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 25.04.2015 ernannt

Klaus Neitmann (geb. am 22.08.1954) ist seit 1993 Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Seit seiner Habilitation 2008 lehrt er auch als Privatdozent an der Universität Potsdam, die ihn im Juni 2013 zum außerplanmäßigen Professor berief.

Neben seinem Beruf, seiner Forschung zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Geschichte Brandenburg / Preußens, zahlreichen Aktivitäten als Heraus- und Mitherausgeber verschiedener Schriften sowie Vorsitzender und/oder Mitglied in historischen Kommissionen, bemüht er sich aktiv persönlich um eine breite, regionale Erforschung der Geschichte sowie Schulung der Regionalhistoriker und Ortschronisten. Er steht damit in bester Tradition der einst der Uckermark sehr gewogenen Lieselott Enders (1927–2009), die als wissenschaftliche Archivarin im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Grundlagenwerke auch für die Uckermark schuf.

Mit Vorträgen und Lehrveranstaltungen für Ortschronisten (und Personen, die es vielleicht werden möchten) hat er in den letzten Jahren auch in der Uckermark viel erreicht.

Der UGVP schätzt Klaus Neitmann als kompetenten und hilfsbereiten Partner. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und so manch interessante Veranstaltung.

 

(Dr. Matthias Schulz, 2015)

 

_Lilli-Gramke_2015 Lilli Gramke auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 25.04.2015. (Foto: Dr. Matthias Schulz)

Lilli Gramke (*1928)

2015 zum Ehrenmitglied auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 25.04.2015 ernannt

Lilli Gramke wird heute zu Recht als „Grande Dame“ des 1949 gegründeten Heimatkreises Prenzlau bezeichnet, der sich 2015 selbst aufgelöst hat. Von Anfang an unterstützten sie und ihr Mann Rudolf die langjährige Vorsitzende des HK, Frau Dr. Lena-Ohnesorge und hielten auch vor der Wende Kontakt mit ihrer Heimatstadt Prenzlau. Nach Übernahme der Heimatkreisbetreuung durch Rudolf Gramke 1989 unterstützte Lilli Gramke ihren Mann bei der Organisation und betrieb mit ihm die Rückkehr des Heimatkreises nach Prenzlau. 1993 eröffnete sie das erste HK-Treffen im AWP-Saal in Prenzlau. 2003 übernahm sie selbst die Betreuung des HK in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christian Uhlig.

Für ihre besonderen Verdienste um Prenzlau erhielt sie gemeinsam mit ihrem Man am 03.10.1994 den Preis der Stadt Prenzlau. Am 03.10.2014 ehrte sie der Landrat mit dem Preis des Landkreises Uckermark für ihr großes persönliches Engagement um die Gestaltung des Zusammenwachsens von Ost und West und um die Entwicklung des Landkreises.

(Dr. Matthias Schulz, 2015)

 

_Prof-Uhlig_2015 Prof. Dr. Christian Uhlig auf der Feier zum 25jährigen Bestehen des UGVP am 24.04.2015. (Foto: Dr. Matthias Schulz)

Prof. Dr. Christian Uhlig (*1931)

2015 zum Ehrenmitglied auf der Jahreshauptversammlung des UGVP am 25.04.2015 ernannt

Christian Uhlig (geb. am 20.9.1931 in Leipzig) studierte ab 1954 an der Universität Hamburg, wo er 1959 als Diplom-Volkswirt abschloss. 1965 folgte die Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Hamburg. 1965 bis 1967 wirkte er als Leiter der Abteilung Entwicklungspolitik im Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv und war anschließend bis 1970 als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bochum tätig, wo er bis 1992 Akademischer Direktor im Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik war.

Seit 1997 lebt er in Bochum, von wo aus er seit 1999 als Mitbetreuer des Heimatkreises Prenzlau eine sehr verdienstvolle Arbeit leistet. Gemeinsam mit Lilli Gramke übernahm er 2003 die Leitung des 1949 gegründeten Heimatkreises, der sich 2015 selbst aufgelöst hat.

(Jürgen Theil, 2015)