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Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 11 (2017)

Inhaltsverzeichnis:
Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt Geleitwort 7
Vorbemerkungen. 10
Danksagung des Autors. 15
I. Teil: Zwei Gaue im Kreis – Die Herausbildung der NSDAP-Ortsgruppen Strasburg (Um.) und Prenzlau unter aktiver Mitwirkung von Pasewalks NSDAP und SA (1926/1927 – 1928).

Streiflicht zur sozialen und politischen Situation im Landkreis 1926 bis 1928.

17
Die organisatorische Ausgangslage der NSDAP – die Gaue Berlin-Brandenburg und Pommern vor ihrer Expansion in den Altkreis Prenzlau. 20
Die Anfänge der NSDAP in der Stadt Strasburg (Um.) und Umgebung 1926/1927. 22
Traurige Strasburg-Bilanz des pommerschen Gauleiters. 34
Das Ende des NSDAP-Gaues Pommern im Altkreis Prenzlau. 37
Ein kurzer Exkurs: Konservativ-reaktionäre Strukturen als zeitweiliges Hemmnis für die Uckermärkische NSDAP. 40
Lücken der Zeitgeschichte nun geschlossen: Die Strasburger NSDAP-Ortsgruppe bis Anfang 1933. 44
Die Anfänge der Prenzlauer NSDAP-Ortsgruppe 1927/28. 55
Das angebliche Verbot des NSDAP-Gaues Berlin-Brandenburg vom 6. Mai 1927 bis zum 31. März 1928 und sein tatsächlicher Geltungsbereich. 64
Anmerkungen zur sozialen Herkunft der ersten lokalen NSDAP-Akteure. 73
II. Teil: Die Krise der NSDAP im Juli 1930 und Prenzlaus linke Nazis – von der Bildung und Entwicklung der Kampfgruppe Revolutionärer Nationalsozialisten (KGRNS) in Prenzlau und dem Aufstieg der NSDAP (1928 – 1933).

Vorbemerkung.

75
Vorgeschichte der NSDAP-Abspaltung. 75
Prenzlaus NSDAP am Vorabend des Bebens (1928–1930). 79
Hitlers NSDAP und die Otto-Straßer-Gruppierung: Wenige Programmunterschiede – doch keine Gemeinsamkeit. 90
Otto Straßers endgültiger Bruch mit Hitler. 93
Die Anfänge der Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten (KGRNS) und die Krise der NSDAP in Prenzlau im Juli 1930. 97
Gauleitung und Prenzlaus NSDAP im Krisenmodus. 101
Die NSDAP als Krisengewinnler. 103
Die NSDAP im Kreis Prenzlau Ende 1930 bis Anfang 1933 – auf dem Weg zu offener Diktatur und Gewaltherrschaft. 114
Erste Repressalien und die damalige Elite der NSDAP in den Ortsgruppen Prenzlau und Brüssow sowie im Kreis. 133
Die überdurchschnittlichen Reichstagswahlergebnisse der NSDAP im Kreis – ein erster Erklärungsversuch. 137
Außerparlamentarischer Widerstand gegen die NSDAP im Kreis vor 1933. 147
Die bekannten Akteure der Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten (KGRNS) in Prenzlau im Zeitraum Juli 1930 bis September 1932. 152
Prenzlau und die NSKD-Episode sowie die Jugendorganisation. 154
Die Prenzlauer und die Oldenburg-Abspaltung. 155
Feststellbare Aktivitäten der KGRNS-Kampfgruppe Prenzlau und Höhepunkte des „Kampfgruppenlebens“. 156
Otto Straßer in Prenzlau und seine Vorstellung vom Verhältnis der KGRNS zur KPD. 160
Neuerliche Veränderungen der Strukturen und Akteure sowie Abschätzung der maximalen Mitgliederstärke der Prenzlauer Gruppe. 163
Kampfkreis und Kampfgruppe Prenzlau nach Hitlers Machterlangung. 166
Überzeugung oder Fortkommen? Schlussbetrachtung zu einigen der Prenzlauer NSDAP-Renegaten des Juli 1930. 167
Warum Prenzlau? 176
Anhang 177
Dokument 1: Das 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei vom 24. Februar 1920. 177
Dokument 2: Das grundsätzliche Programm der “Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten”. 181
Dokument 3: Wahlvorschlag der NSDAP zur Wahl der Strasburger Stadtverordnetenversammlung am 12. März 1933. 184
Dokument 4: Kandidaten der NSDAP zur Wahl der Prenzlauer Stadtverordnetenversammlung vom 12. März 1933. 185
Dokument 5: Die Kandidaten der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zur Wahl der Brüssower Stadtverordnetenversammlung am 12. März 1933. 187
Dokument 6: Die Kandidaten der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP) zu den Wahlen zum Kreistag des Kreises Prenzlau am 12. März 1933. 188
Dokument 7: Liste der vom Autor identifizierten Bezirke als zusätzliches Strukturelement im NSDAP-Gau Brandenburg Oktober 1930 – Juli 1932. 190
Dokument 8: Die Kandidaten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) zu den Wahlen zu den Stadtverordnetenversammlungen von Strasburg und Prenzlau am 12. März 1933. 192
Dokument 9: Kandidaten der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zu den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung von Strasburg und Prenzlau am 12. März 1933. 194
Dokument 10: Ergebnisse der Reichstagswahl vom 14. September 1930 im Kreis Prenzlau. 196
Dokument 11: Ergebnisse der Reichstagswahl vom 31. Juli 1932 im Kreis Prenzlau. 200
Dokument 12: Ergebnisse der Reichstagswahl vom 6. November 1932 im Kreis Prenzlau. 205
Dokument 13: Rundbrief Nr. 1 der im Exil in Wien befindlichen Führung der „Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten“, seinerzeit auftretend unter der Bezeichnung „Die schwarze Front“ von Mai 1933. 220
Dokument 14: Anleitung der exilierten KGRNS/Schwarze-Front-Führung zur illegalen Arbeit in Deutschland. 225
Ortsregister. 228
Personenregister. 232
Abbildungsnachweis 237

Dieses Buch wurde durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Knut Hirschfeld, Jahrgang 1962, schloss 1989 ein fünfjähriges Studium an der damaligen Hochschule für Ökonomie in Berlin als Diplomökonom ab. Von 1990 bis 2010 war er als Wirtschaftsberater freiberuflich tätig. Seit 2011 ist der Autor als kaufmännischer Mitarbeiter beschäftigt. Der Großvater seiner Ehefrau wurde 1943 in einem Dorf bei Strasburg (Um.) nach wiederhol-ter antifaschistischer Agitation denunziert und verhaftet, 1944 verstarb er, noch vor der schon anberaumten Verhandlung vor dem Volksgerichtshof an den Folgen massiver Misshandlungen. Sein Schicksal wurde in der DDR weit-gehend verschwiegen. Ausgelöst durch diese Tatsache begann Knut Hirschfeld 2012 mit intensiveren Recherchen zu den Anfängen und zur Entwicklung der NS-Bewegung sowie dem kommunistischen Widerstand im Altkreis Prenzlau.

 

Wilhelm Zimmermann, Fürstenwerder 1944/45, Kriegsereignisse in einer uckermärkischen Idylle.
Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 5 (2., überarbeitete und erweiterte Ausgabe 2015)

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort zur 2. Auflage. 5
Dorf im Frieden. 6
Einleitung. 7
1. Die Gemeinde Fürstenwerder im Frühjahr 1945 und die strategische Bedeutung der Ortslage an der Landenge Großer See/Dammsee. 9
Anmerkung zum Kapitel 1. 14
2. Kriegsperiode Mitte 1944 bis Januar 1945 – Ereignisse im Raum Fürstenwerder in Streiflichtern. 15
Anmerkung zum Kapitel 2. 22
3. Überblick zur militärischen Lageentwicklung an der deutschen Ostfront –Schwerpunktabschnitt Heeresgruppe Weichsel, von Januar bis Mitte April 1945. 23
Anmerkung zum Kapitel 3. 27
4. Vorbereitung auf den Ernstfall eines Krieges in der Heimat – Streiflichter zur Lageentwicklung im Raum Fürstenwerder von Mitte Januar bis Mitte April 1945. 28
Anmerkung zum Kapitel 4. 52
5. Die sowjetische Offensive an der unteren Oder bis zum „Dammbruch von Prenzlau“ und zur Räumung Fürstenwerders von den Einwohnern – Streiflichter zur Lageentwicklung um Zeitraum 20. bis 27.04.1945 55
Anmerkung zum Kapitel 5. 69
6. Streiflichter zur Lageentwicklung westlich der Uckerlinie vom 27. Bis zum 29. April 1945 im Folge des „Dammbruchs von Prenzlau“ mit örtlichen Gefechten in Fürstenwerder und sowjetischem Vorstoß in den Mecklenburger Raum. 71
Anmerkung zum Kapitel 6. 84
7. Schlussbilanz. Zivile und militärische Personenverluste, Schäden an der lokalen Infrastruktur und Hinterlassenschaften aus militärischen Aktionen im Raum Fürstenwerder. 86
Anmerkung zum Kapitel 7. 107
8. Anhang. 109
1 Erläuterungen von Ankürzungen im Text. 109
2 Militärische Kommandobehörden, Verbände und Einheiten, welche im Raum Fürstenwerder für die Führung verantwortlich waren, operierten bzw. nachweisbar stationiert warden. 111
Deutsche Wehrmacht. 111
Rote Armee. 112
3 Personenregister. 113
4 Ortsregister. 117
5 Quellen- und Literaturverzeichnis. 120

Während einer Jahreshauptversammlung des Uckermärkischen Geschichtsvereins Prenzlau im Jahr 1997 lernte ich Herrn Wilhelm Zimmermann kennen. Zuvor hatte ich gerade seine Broschüre „Zehn Tage im April 1945 – über die Zerstörung der Stadt Prenzlau“ gelesen.

Wir kamen ins Gespräch und ich regte Herrn Zimmermann an, zum gleichen Sachverhalt eine Broschüre über Fürstenwerder zu schreiben. Denn auch hier gab es in den letzten Kriegstagen viele schlimme Ereignisse, die noch nicht aufgearbeitet waren.

Daraus entstand im Jahr 2002 durch das unermüdliche Engagement von Herrn Zimmermann die Dokumentation „Fürstenwerder 1944-1945 – Kriegsereignisse in einer uckermärkischen Idylle“.

Das Besondere dieser Dokumentation besteht darin, dass erstmals für ein Dorf in der Uckermark die Geschichte der letzten Kriegstage 1945 aufgearbeitet und für nachfolgende Generationen festgehalten wurde. Die Broschüre fand ein breites Echo und wurde von vielen Lesern positiv bewertet. Einige Menschen wurden durch die Herausgabe der Broschüre angeregt, erstmals über ihre eigenen persönlichen Erinnerungen an das Kriegsende zu sprechen und zu schreiben.

Auf dieser Grundlage wurde zum gleichen Thema in der Heimatstube Fürstenwerder anlässlich des 60. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges durch den Grafiker Paul Ehrhardt eine Sonderausstellung gestaltet. Die Ausstellung lief vom 8. Mai bis 31. November 2005 und fand mit ihrer beeindruckenden Zusammenstellung von Sach-, Bild- und Textexponaten bei zahlreichen Besuchern, darunter auch vielen Schulklassen, eine große Anteilnahme.

Zeitzeugen und geschichtsinteressierte Bürger meldeten sich und konnten mit wertvollen Ergänzungen und Berichtigungen zum Thema beitragen. Ihnen allen sei herzlich gedankt!

Aufgrund eingegangener Hinweise konnten nach umfangreichen Vorbereitungen in den Jahren 2003 bis 2006 Suchgrabungen nach Soldatengräbern im Damerower Wald und im Bereich der Pastorenscheune durchgeführt werden.

Insgesamt ergab sich daraus der Bedarf und die Notwendigkeit, das gesamte Thema zu überarbeiten, zu ergänzen, zu berichtigen und noch übersichtlicher darzustellen.

Dankenswerter Weise war Herr Wilhelm Zimmermann für diese Aufgabe noch einmal bereit. Nach mehrjähriger Vorarbeit, mit einem hohen freiwilligen Zeitaufwand, erfolgte eine Auswertung aller Zuarbeiten. Daraus entstand die nun vorliegende Arbeit mit größerem Textumfang, zahlreichen neuen Bildern und Dokumenten.

Das Erscheinungsdatum konnte nun anlässlich des 65. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges erreicht werden. Es soll daran erinnern: Nie wieder Krieg!

Viele Sachverhalte konnten leider bis heute noch nicht endgültig aufgeklärt werden. Dazu ist die amtliche, örtliche Aktenlage leider völlig unzureichend. Auch fehlen bis heute Fotos aus den Jahren 1945 bis 1949.

Aus dem Kreis der Zeitzeugen ist inzwischen das Ableben von Wolfgang Neels und Alfred Gartemann zu beklagen. Beide lieferten wertvolle Beiträge für die Dokumentation der Ereignisse. Ihrer soll bei dieser Gelegenheit gedacht werden. Ergänzungen, Berichtigungen und sonstige Hinweise werden vom Herausgeber gern entgegen genommen.

 

Henning Ihlenfeldt

Uckermärkischer Geschichtsverein Prenzlau, Ortsgruppe Fürstenwerder

(Vorwort zur 2. Auflage)

Uckermärkischen Geschichtsverein (Hrsg.): Die Ausgrabungen in der Prenzlauer Neustadt und der westlichen Marktberg-Straße 2011/12.
Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 10 (2013)

Inhaltsverzeichnis:
Franz Schopper „Erste Ergebnisse zügig vorgelegt“ Liebe Leserinnen und Leser! (Grußwort des Landesarchäologen). 3
Vorstand UGVP Vorwort. 4
Matthias Schulz Einführung. 5
Christian Ihde Der westliche Abschnitt: Binnenmühle bis Uckerpromenade. 6–20
Christian Ihde Der mittlere Abschnitt: Uckerpromenade bis Mitteltorturm / Stadtmauer – Ausbau der Neustadt-Straße. 21–40
Dirk Schumann Ein unbekannter Feldsteinbau aus der Zeit um 1300 an der Fischerstraße – eine mittelalterliche Herberge in der Prenzlauer Neustadt? 41–44
Manfred Roeder / Matthias Schulz Der mittlere Abschnitt: Uckerpromenade bis Mitteltorturm / Stadtmauer – Ausbau der Fischerstraße und des westlich angrenzenden Parkplatzes. 45–50
Christian Ihde Der östliche Abschnitt: Mitteltorturm/Stadtmauer bis Marienkirche. 51–68
Matthias Schulz Zusammenfassung. 69–71
Autorenverzeichnis. 72
Literatur- und Quellenverzeichnis. 73–78
Grabungsimpressionen. (Bilder). 79
Uckermärkischer Geschichtsverein zu Prenzlau e. V. – Bibliothek und Publikationen. 80

Prenzlau gehörte im Mittelalter zu den bedeutendsten Städten Pommerns und Brandenburgs. Als erster Ort in Pommern 1234 mit dem Stadtrecht ausgestattet, entwickelte sich die neue Stadt geradezu rasant. Ihre über lange Zeit wechselnde Zugehörigkeit zu Pommern oder Brandenburg wirkte sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt aus.

Die einstige Bedeutung und die außergewöhnlich zahlreichen mittelalterlichen Schriftquellen veranlassten Archäologen und Historiker gleichermaßen, sich mit der Prenzlauer Stadtgeschichte intensiv zu beschäftigen. Den vorläufiger Höhepunkt bilden hier die zum 775. Stadtgründungsjubiläum 2009 erschienene „Geschichte der Stadt Prenzlau“ sowie die 2009 vorgelegte und 2010 und von der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V. gemeinsam mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landemuseum veröffentlichte Dissertation von Matthias Schulz über die Ergebnisse aller bisherigen archäologischen Untersuchungen.

Mit dem grundhaften Ausbau der Neustadt-Straße und angrenzenden Bereichen bot sich in den Jahren 2011 und 2012 erstmals die Möglichkeit, umfangreiche neue archäologische Quellen zur in der Forschung kontrovers diskutierten Bedeutung und Entwicklung der Prenzlauer Neustadt zu gewinnen. Dem Landesbetrieb Straßenwesen, den Prenzlauer Stadtwerken und der Stadt Prenzlau, die die Hauptlast der Bauarbeiten getragen haben, gebührt an dieser Stelle besonderer Dank. Durch spezielle Planungen und die unterirdische Reparatur tief liegender Leitungen konnten die erforderlichen Erdeingriffe deutlich reduziert und damit wichtige Bereiche des Bodendenkmals „Neustadt Prenzlau“ für die Zukunft erhalten werden. Den verschiedenen Tiefbauunternehmen ist für die konstruktive Zusammenarbeit mit den Ausgräbern ausdrücklich zu danken.

Die etwa 4.000 archäologischen Befunde, die 2011 und 2012 bei den verschiedenen Untersuchungen dokumentiert werden konnten, bilden eine gewaltige Datengrundlage, die es unbedingt auszuwerten gilt. Leider sind die Forschungsmöglichkeiten im Land Brandenburg vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Finanzlage äußerst begrenzt. Dem Uckermärkischen Geschichtsverein und den (hierbei ehrenamtlich tätigen!) Ausgräbern möchte ich auch ganz persönlich dafür danken, dass mit der vorliegenden Publikation den Prenzlauer Bürgern, historisch Interessierten und Forschern die Möglichkeit eröffnet wird, zeitnah nach Abschluss der Arbeiten vor Ort erste fundierte Einblicke in die nicht nur für Prenzlau wichtigen Untersuchungsergebnisse zu nehmen.

 

Grußwort des Landesarchäologen, Dr. Franz Schopper

 

Matthias Schulz, Die Entwicklung Prenzlaus vom 10. Jh. bis 1722. Die Entstehung der Stadt nach archäologischen Funden und Befunden.

Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 9 (2010)

= Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e. V., Materialien zur Archäologie in Brandenburg, Band 3 (2010), (Hrsg.: Franz Schopper)

Inhaltsverzeichnis:  
      Vorwort des Herausgebers 7
      Vorwort des Autors 8
1     Einleitung 10
  1   Das Arbeitsgebiet 10
  2   Forschungsgeschichte und Quellen 10
  3   Die urgeschichtliche Besiedlung des Prenzlauer Umlandes 16
  4   Die slawische Besiedlung des Prenzlauer Umlandes 18
  5   Die mittelalterliche Besiedlung des Prenzlauer Umlandes 23
2     Das Prenzlauer Stadtgebiet 27
  1   Die frühslawische Besiedlung 28
  2   Die spätslawische Besiedlung 29
3     Die siedlungsstrukturelle Entwicklung Prenzlaus 31
  1   Die nördliche Altstadt vom 10. bis zum frühen 13. Jh. 32
    1 Die nordwestliche Altstadt im 13. Jh. 35
    2 Die nordwestliche Altstadt vom 14. Jh. bis zum Stadtbrand von 1483 41
    3 Die nordwestliche Altstadt 1483–1648 45
    4 Die nordwestliche Altstadt von 1648 bis zum Stadtplan von 1722 48
    5 Die nordöstliche Altstadt im 13. Jh. 51
    6 Die nordöstliche Altstadt vom 14. Jh. bis zum Stadtbrand von 1483 56
    7 Die nordöstliche Altstadt 1483–1648 59
    8 Die nordöstliche Altstadt von 1648 bis zum Stadtplan von 1722 61
  2 1 Das Zentrum der Altstadt im 13. Jh. 63
    2 Das Zentrum der Altstadt vom 14. Jh. bis zum Stadtbrand von 1483 65
    3 Das Zentrum der Altstadt 1483–1648 67
    4 Das Zentrum der Altstadt von 1648 bis zum Stadtplan von 1722 68
  3   Die südliche Altstadt vom 10. bis zum frühen 13. Jh. 70
    1 Die südwestliche Altstadt im 13. Jh. 71
    2 Die südwestliche Altstadt vom 14. Jh. bis zum Stadtbrand von 1483 84
    3 Die südwestliche Altstadt 1483–1648 90
    4 Die südwestliche Altstadt von 1648 bis zum Stadtplan von 1722 94
    5 Die südöstliche Altstadt im 13. Jh. 97
    6 Die südöstliche Altstadt vom 14. Jh. bis zum Stadtbrand von 1483 98
    7 Die südöstliche Altstadt 1483–1648 98
    8 Die südöstliche Altstadt von 1648 bis zum Stadtplan von 1722 99
  4   Die Neustadt vom 10. bis zum frühen 13. Jh. 100
    1 Die Neustadt im 13. Jh. 104
    2 Die Neustadt vom 14. Jh. bis zum Stadtbrand von 1483 113
    3 Die Neustadt 1483–1648 115
    4 Die Neustadt von 1648 bis zum Stadtplan von 1722 119
4     Die Prenzlauer Ausfallstraßen 122
  1   Die Neubrandenburger Straße (Kuhdamm) 122
  2   Die Stettiner (Blindower) Straße 124
  3   Die Schwedter Straße 125
  4   Der Neustädter Damm 127
5     Stadtgräben und Wälle 130
6     Die Landwehr 132
7     Archäologische Hinweise für eine slawische Beteiligung am Stadtausbau im 13. Jh. 133
8     Zusammenfassung 139
9     Resümee und Ausblick 149
10     Summary 151
11     Katalog 153
  1   Verknüpfung von historischen Flurstücken und archäologischen Fundstellen 155
  2   Fundstellen im Stadtkern 156
  3   Archäologische Befunde im Stadtkern 202
  4   Archäologisch erfasste Gräber und Friedhöfe im Stadtkern 335
  5   Einzelfunde im Stadtkern 354
  6   Archäologische Beobachtungen und Untersuchungen im Stadtkern 357
  7   Ur- und frühgeschichtliche Fundstellen im Arbeitsgebiet 366
  8   Slawische und mittelalterliche Fundstellen im Arbeitsgebiet 372
12     Literatur und Quellen 398
13     Abbildungsnachweis 413
14     Tafeln 414

In den vergangenen 19 Jahren hat sich das Bild Brandenburgs ganz erheblich gewandelt. Stadtsanierungen, der Ausbau von Siedlungs- und Gewerbeflächen sowie die große Zahl von Infrastrukturprojekten hatten und haben umfangreiche Baumaßnahmen und damit auch Eingriffe in die Bodendenkmalsubstanz zur Folge.

Wertvolle Zeugnisse unserer Vergangenheit wurden durch die archäologische Dokumentation im Sinne eines sekundären Denkmalschutzes für die Nachwelt gerettet. Das innewohnende Erkenntnispotenzial ist dabei oft nur zu erahnen. Kurze Vorberichte können meist nur erste Hinweise geben.

Die Aufarbeitung und wissenschaftliche Auswertung von Grabungsdokumentationen nimmt erfahrungsgemäß sehr viel Zeit in Anspruch. Die Vielschichtigkeit moderner Grabungsauswertungen und die Fülle des zu bearbeitenden Materials bedingen, dass die Auswertungszeit die Grabungsdauer in der Regel um ein Vielfaches überschreitet. Mittlerweile wartet eine zunehmende Zahl von Arbeiten auf ihre Veröffentlichung. Dies sollte möglichst zeitnah geschehen, nicht zuletzt um die Ergebnisse auch in Entscheidungen der archäologischen Denkmalpflege einfließen zu lassen und für die weitere wissenschaftliche Nutzung zugänglich zu machen. Deshalb haben sich das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum und die Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V. entschlossen, die Reihe „Materialien zur Archäologie in Brandenburg“ zu schaffen, deren erster Band 2008 erschien. Mit Band 3 der Reihe liegt die Dissertation von Matthias Schulz vor.

Prenzlau ist eine der wichtigsten Städte im Kontakt- und Konfliktbereich der Markgrafen von Brandenburg mit seinen nördlichen und östlichen Nachbarn, den Herzögen von Pommern. Auf slawische Vorgängerbesiedlung zurückgehend, verliehen die Herzöge von Pommern Prenzlau 1234 das Stadtrecht. Matthias Schulz, der sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte der Stadt und ihres Um­landes beschäftigt, zeigt deren Entwicklung zu einem Siedlungsgefüge, das aus nach der Stadtrechtsverleihung neu auf unbesiedelten Flächen angelegten Stadtquartieren und älteren Siedlungskernen zusammengewachsen ist. Prenzlau ist damit ein gutes Beispiel sowohl der geplanten Stadt – etwa um den Marktplatz – als auch der gewachsenen Stadt. Mit diesem Modell muss – entgegen früherer Anschauungen gerade der Städte in der Germania Slavica – an vielen Stellen gerechnet werden.

Brandenburg bietet mit seinen 140 historischen Städten, die größtenteils in der Phase der hochmittelalterlichen Ostsiedlung entstanden, reiches Anschauungsmaterial zur Stadtwerdung. Aus den meisten der Städte liegen mittlerweile archäologische Befunde und Funde zur Stadtentwicklung vor. Es bleibt zu hoffen, dass es in den nächsten Jahren gelingt, weitere Ergebnisse im Rahmen von Forschungsprojekten, Dissertationen oder universitären Arbeiten vorlegen zu können

 

(Vorwort des Herausgebers: Franz Schopper, Landesarchäologe)

 

Das Buch ist nur über den Buchhandel oder direkt beim Marie-Leidorf-Verlag erhältlich. Es kann in der Bibliothek des Uckermärkischen Geschichtsverein eingesehen werden.

 

Kerrin Gräfin von Schwerin: Die Uckermark zwischen Krieg und Frieden 1648–1949.

– Schriftenreihe der gemeinnützigen Gesellschaft für Fortbildung, Forschung und Dokumentation, Friedrich Beck u. A. (Hrsg.), Potsdamer Studien Bd. 16 (2005), und

– Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Heft 8 (2005)

Inhaltsverzeichnis:  
Vorwort (Kerrin Gräfin Schwerin) 9
Danksagung 11
Vom Krieg und vom Frieden (1648–1848) 12
Die Uckermark 12
Die Freiheitskriege 16
Militärstandorte 20
Die Separation 25
Auswanderung 29
Landwirtschaftliche Produkte 30
Kleinstädte 34
Dörfer der Uckermark 41
Schlösser und Gutshäuser 45
Der Uckermärker im Spiegel der Zeit 52
Ausländer und andere Uckermärker 54
Der Adel 57
Zwischen Revolution und Weltkrieg (1848–1914) 60
Die vergebliche Revolution von 1848 60
100 Jahre Revolution 67
Lehrer und Pfarrer 67
Vereine in der Uckermark 70
Armen- und Krankenhäuser 72
Die soziale Frage 74
Natur und Heimat 76
Vom Weltkrieg und der Nachkriegszeit (1914–1933) 82
Der Erste Weltkrieg (1914–1918) 82
Die Junker 84
Die Nachkriegszeit 88
Der Brandenburgische Provinziallandtag 94
Aus uckermärkischen Zeitungen (1920–1933) 95
Der Geiste von 1914 98
Politik und Landwirtschaft 99
Das Jahr 1933 – Das III. Reich 106
Uckermärker erinnern sich 106
Hitlerjugend 108
Die Machtergreifung der NSDAP 109
Aus uckermärkischen Zeitungen 113
Lagebericht des SD 1933/1934 117
„Nationalsozialistischer Ungeist“ 119
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei 119
Die Uckermark unter NS-Herrschaft 124
Die Autobahn 124
Reichsarbeitsdienst 125
Fremd- und Zwangsarbeiter 129
Jagdleidenschaft 132
Hohenlychen 135
Das Konzentrationslager Ravensbrück 138
Die Judenverfolgung 139
Kirche und Kirchenkampf 143
Die Bekennende Kirche 145
Der Zweite Weltkrieg (1939–1945) 150
Der Vorkrieg 150
Aus dem Uckermärkischen Kurier: 1942 152
Der Krieg in der Uckermark 154
April 1945 155
Flucht 159
Bodenreform 164
Enteignung 167
Anmerkungen 174
Abkürzungen 187
Interviews 187
Abbildungsverzeichnis 187
Literaturverzeichnis 188

Dieses Porträt der Uckermark, seiner Dörfer und Kleinstädte, seiner Landbevölkerung und seiner Adelsfamilien, seiner Vereine und Parteien richtet sich an ein breites Lesepublikum. Die traumatische neuzeitliche Geschichte einer märkischen Kulturlandschaft zwischen Krieg und Frieden, das ist das Thema dieser ersten Gesamtdarstellung der Uckermark. Auf Krieg und Zerstörung folgte Neubesiedlung und Wachstum, Auswanderung und politische Radikalisierung im Nationalsozialismus, erneute Verwüstung und Vertreibung und schließlich die Bodenreform in der SBZ. Und auch heute wandern ihre Menschen wieder aus, in die großen Städte im Westen und Süden der Republik, wo es Arbeit gibt.

Pressemitteilung Krieg und Frieden

Jürgen Theil, Prenzlauer Stadtlexikon und Geschichte in Daten.

Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 7 (2005)

Inhaltsverzeichnis:  
Vorwort und Danksagung (Jürgen Theil)  
Prenzlauer Stadtlexikon 7
Geschichte in Daten 219
Abkürzungen 342
Quellen- und Literaturverzeichnis 344

 Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Stadt Prenzlau und der Uckermark, die jedoch z. T. schwer zugänglich sind. Mit dem nun vorliegenden Stadtlexikon soll den regionalgeschichtlich interessierten Lesern der Zugriff auf bestimmte Ereignisse, Fakten, Daten und bibliographische Angaben erleichtert werden. Natürlich kann dieses Lexikon niemals den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, da es ja eigentlich ständig fortgeschrieben und aktualisiert werden müsste. Dies ist eine Arbeit, die von einer Person kaum ehrenamtlich zu leisten ist. Deshalb bin ich als Autor allen Lesern dankbar, die durch ihre Kritiken, Ergänzungen oder gegebenenfalls auch Korrekturen zur Vervollständigung und Verbesserung dieses Buches beitragen.

 (aus dem Vorwort des Autors)

 

„Gelungen ist die weitgehend wertfreie, sich auf belegbare Fakten stützende Darstellung in den Einzelbeiträgen. Wo Zweifel angebracht schienen, die ausgewertete Sekundärliteratur, die Quellen oder die Zuarbeiten nicht ausreichten, wird das dem Leser durch Fragezeichen auch deutlich gemacht.

Sicher lässt sich einiges schon heute durch Fakten ersetzen, die bei einer nächsten Auflage in das Werk einzuarbeiten wären, doch sollte niemand verkennen, dass ein Lexikon immer nur Stückwerk bleibt.

Mit dem Prenzlauer Stadtlexikon ist zugleich ein Grundstock gelegt und darin ist zweifellos auch die eigentliche Leistung dieses in seiner Art einmaliger Werkes zu sehen. Diese Grundlagen erst einmal zusammenzutragen, ist nämlich der bei weitem schwierigere Teil, darauf aufzubauen ist nun allemal leichter.“

 

Buchtipp von Bernhardt Rengert in: Heimatkurier vom 15.08.2005, S.22

 

Peter Franke, Aufsätze zur Geschichte der Stadt Prenzlau.

Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 6 (2005)

Inhaltsverzeichnis:  
I.     Vorbetrachtungen zum „Adolf-Stahr-Preis 5
  1.   „Adolf-Stahr-Preis“ 5
  2.   Adolf-Stahr-Preisträger 2
  3.   Adolf Stahr (1805-1876) (von Gerhard Kegel) 6
  4.   „Adolf-Stahr-Preis“–Verleihung an Dr. Peter Franke 7
II.     „Mehr als sein Leben lassen, kann auch der beste Soldat nicht…“, Einblicke in das historische Verhältnis von Bürger und Militär in Prenzlau 11
  1.   Vorgeschichte: Altes Militär in Prenzlau 1661 bis 1806 11
  2.   Neues preußisches Militär in Prenzlau 1809 bis 1860 12
    a. Linien-Truppen 12
    b. Stadtbürgerliche Schutzformationen 13
    c. Die preußische Landwehr 13
  3.   Der preußische Heeres-und Verfassungskonflikt 14
  4.   Einige Anmerkungen zum Verhältnis Militär und Bürgerschaft 16
  5.   Der Erste Weltkrieg und die nachfolgenden Garnisonen 19
III.     Regionale Herkunft und unternehmerisches Profil von Gewerbetreibenden in der Uckermark im langen 19.Jh. 25
      Das „Provinzproblem“ 25
  1.   „Weggeher“ 26
  2.   Die Vermittler im Geldgeschäft 27
  3.   Handwerker-Unternehmer: Die Zimmermeisterfamilie Koosch 29
  4.   Die Meinungsmacher 31
    1 Berthold Feistel 31
    2 August Mieck 35
  5.   Landwirte-Unternehmer (Franz Wienholz) 37
IV.     Rektor a.D. Wilhelm Stahlberg: Ein Querdenker aus Prenzlau? (Vortrag in der Prenzlauer Kultur-Arche, 27. Mai 1995, 19.30 Uhr) 43
  1.   Einige längere, aber notwendige Vorbemerkungen 43
  2.   Der Lebensweg von Wilhelm Stahlberg 46
  3.   Einiges aus dem publizistischen Erbe Stahlbergs (1870-1895) 49
    a. Der Staatsbürger 50
    b. Der Antisemitismus 51
  4.   Epilog 53
V.     Verzeichnis der Publikation und Arbeiten von Dr. Peter Frank 57
  1.   Publikationen 57
  2.   Vorträge 62
  3.   Ausstellungen 64

Der Autor der hier erstmalig vorgelegten kleinen Auswahl bislang unveröffentlichter Aufsätze bzw. Vorträge wurde mit dem Adolf-Stahr-Preis 2004 geehrt. Diese Textsammlung versteht sich gewissermaßen als Frucht der Ehrung, die dem Historiker Dr. Peter Franke für sein bisheriges publizistisches Lebenswerk zuerkannt wurde, soweit es sich unmittelbar auf die Entwicklung und Verhältnisse in der Uckermark bezieht.

(aus Kapitel I. 4.)

 

Wilhelm Zimmermann, Fürstenwerder 1944/45, Kriegsereignisse in einer uckermärkischen Idylle.

Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 5 (2002)

Inhaltsverzeichnis:  
    Vorwort zur Quellenlage 4
    Einleitung 5
1.   Die Gemeinde Fürstenwerder im Frühjahr 1945 und die strategische Bedeutung der Ortslage an der Landenge Großer See/Dammsee 7
2.   Die Kriegssituation im Raum Fürstenwerder Mitte 1944 bis Anfang Januar 1945 in Streiflichtern 12
3.   Überblick zur militärischen Lageentwicklung an der deutschen Ostfront im Reichsgebiet im ´Zeitraum Januar bis Mitte April 1945 16
4.   Vorbereitung auf den Ernstfall eines Krieges in der Heimat – Streiflichter zur Lageentwicklung im Raum Fürstenwerder von Mitte Januar bis Mitte April 1945 19
5,   Die sowjetische Offensive an der unteren Oder bis zum „Dammbruch von Prenzlau“ und zur Räumung Fürstenwerders von den Einwohnern – Streiflichter zur Lageentwicklung um Zeitraum 20. bis 27.04.1945 39
6.   Der sowjetische Vorstoß in die Feldberger Seenkette nach dem „Dammbruch von Prenzlau“ mit örtlichen Gefechten in Fürstenwerder bis zu dessen Einnahme durch die sowjetische 70. Armee – Streiflichter zur Lageentwicklung vom 27. bis zum 29.04.1945 51
7.   Verlust- und Schadensbilanz der Kämpfe um Fürstenwerder 66
8.   Anhang 80
  1 Militärische Kommandobehörden, Verbände und Einheiten, welche im Raum Fürstenwerder für die Führung verantwortlich waren, operierten bzw. dort nachweisbar stationiert werden 80
  Deutsche Wehrmacht 80
  Rote Armee 81
  2 Personenregister 82
  3 Ortsregister 84
  4 Erläuterungen von Abkürzungen im Text 86
  5 Quellen- und Literaturverzeichnis 87

 Mehr als 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übergibt erstmals mit dieser Publikation eine Gemeinde im jetzigen Landkreis Uckermark der Öffentlichkeit eine detaillierte und nach derzeitigem Erkenntnisstand weitgehend vollständige Chronik jener militärischen Ereignisse, welche sich im Zeitraum Ende 1944 bis Mai 1945 in ihrem lokalen Bereich und Umfeld abspielten. Die Darstellung bestimmter Geschehnisse im zivielen Sektor, der militärischen Aktionen und Kampfszenarien vor und im Verlauf des Eindringens der Roten Armee in den westlichen Teil des damaligen Altkreises Prenzlau wurde ergänzt und abgeschlossen durch eine sorgfältig recherchierte und detaillierte Bilanz der personellen und substanziellen Verluste, von denen die Gemeinde Fürstenwerder in der Folge dieser letzten und für die Uckermark besonders folgenschweren Kriegswirren betroffen war.

 

(aus dem Vorwort des Autors)

Klaus Neitmann/Jürgen Theil (Hrsg.): Die Herkunft der Brandenburger. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beiträge zur Bevölkerung Brandenburgs vom hohen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 4 (2001)

= Brandenburgische Historische Kommission e. V. (Hrsg.), Brandenburgische Historische Studien, Band 9

Inhaltsverzeichnis:  
Manfred Stolpe Grußwort. 7
Klaus Neitmann, Jürgen Theil Vorwort. 9–14
Werner Künzel Zur Eröffnung der Konferenz „Die Herkunft der Brandenburger“. 15–16
Winfried Schich Es kamen disse von Suawen, eine vome Rine. Zur Herkunft der Zuwanderer in die Mark Brandenburg im 12. und 13. Jahrhundert. 17–40
Kerstin Kirsch Slawen und Deutsche in der Uckermark. Eine archäologisch-historische Studie zu Entwicklung einer brandenburgischen Landschaft im Mittelalter. 41–77
Jan Peters Das Gesetz und der Gebrauch. Zur Fremdwahrnehmung in der Mark an der Wende zum 18. Jahrhundert. 79–93
Lieselott Enders Neu-Brandenburger in der Zeit der friderizianischen Kolonisation. Aktionen und Reaktionen der Einheimischen und Zuzügler, untersucht vornehmlich am Beispiel der Prignitz. 95–111
Beate Engelen Fremde in der Stadt. Die Garnisonsgesellschaft Prenzlaus im 18. Jahrhundert. 113–126
Detlef Kotsch Vertriebene und Vertriebenenpolitik in Brandenburg nach dem Zweiten Weltkrieg. 127–137
Dagmar Langenhan „Industriearbeiter aufs Land“? Kollektivierung, Industrialisierung und Bevölkerungswanderung in der Region Brandenburg seit den frühen fünfziger Jahren. 139–155
Klaus Neitmann, Jürgen Theil Herausgeber und Autoren (Verzeichnis und Kurzbiografie). 157–159

Der seit dem 12. Jahrhundert entstandene Stamm der Brandenburger ist vom Wandel der Zeiten nicht unberührt geblieben. Wenn gewissermaßen an seiner Wiege die deutsch-slawische Symbiose im Rahmen des hochmittelalterlichen Landesausbaues stand, so kamen in späteren Entwicklungsphasen in wiederholten Schüben Menschen anderer regionaler, auch anderer nationaler Herkunft in die Mark Brandenburg und ließen sich hier auf Dauer nieder. Von entscheidender Bedeutung für die Wanderungsbewegungen und Migrationsströme sind die Anlässen, aus denen sie sich ergeben, die Zwecke, die mit ihnen verfolgt werden, und die Umstände, unter denen Neuankömmlinge und Alteingesessene ein Auskommen miteinander finden. Unter solchen Gesichtspunkten untersuchen sieben sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beiträge Veränderungen in der Bevölkerung Brandenburgs vom hohen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert und fragen dabei vor allem nach den Bedingungen für das Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern.

 Das Buch ist leider vergriffen. Es kann in der Bibliothek es Uckermärkischen Geschichtsvereins eingesehen werden.

 

Gerhard Kegel, Wann kamen die Franziskaner nach Prenzlau? Überlegungen zur Frühgeschichte der Uckermark anhand einer gefälschten, auf das Jahr 1223 datierten Urkunde der brandenburgischen Markgrafen.

Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, Band 3 (2001)

Inhaltsverzeichnis:  
  Vorbemerkung (Herausgeber)  
  Einleitung 3
1. Die Franziskaner können im Jahr 1223 noch gar nicht in Prenzlau gewesen sein! 4
2. Die Markgrafen Johann und Otto werden in der Urkunde von 1223 als „die ersten“ (primi) bezeichnet, was nur auf Johann zutrifft, nicht aber auf seinen Bruder Otto III.! 5
3. Die Markgrafen Johann und Otto waren 1223 noch nicht in dem Alter, daß sie selbständig hätten urkunden können! 6
4. Brandenburgische Markgrafen konnten 1223 für Prenzlau keine Urkunden ausstellen. Da die Brandenburger erst 1250 die Stadt und das Uckerland von Pommern übernahmen! 9
5. In der Urkunde von 1223 wird Prenzlau als entwickelte Stadt mit Toren, einer Mauer und einem Stadtregiment dargestellt, obwohl Prenzlau doch erst 1234 als Stadt von Herzog Barnim gegründet wurde! 21
  Anhang 1: Die Urkunde von 1223 48
  Anhang 2: Das Uckerland und Prenzlau in pommerschen Urkunden bis 1236 (PUB) 55
  Anhang 3: Stammbaum Jaxa von Köpenik 60
  Anhang 4: Auszug aus dem Stadtplan von 1722 (J. C. Euchler) und historische Abbildungen des Franziskanerklosters / der Klosterkirche 61
  Anhang 5: Karte mit vermutlichen Grenzen des Herrschaftsgebietes des Jaxa von Köpenik 64

Dem folgenden Aufsatz liegt das Referat zugrunde, dass der Verfasser im Mai 2000 in Prenzlau auf einer Tagung der Brandenburgischen Historischen Kommission und des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau zum Thema „Die Brandenburger und ihre Herkunft“ auf Einladung der Veranstalter gehalten hat.

Die Aufnahme der Arbeit in den Tagungsband wurde durch den Vorstand der Brandenburgischen Historischen Kommission bedauerlicherweise abgelehnt.

(aus den „Vorbemerkungen“ der Herausgeber)

 

Das Buch ist leider vergriffen. Es kann in der Bibliothek es Uckermärkischen Geschichtsvereins eingesehen werden.

 

Herausgeber:

Uckermärkischer Geschichtsverein zu Prenzlau e. V.

AG für uckermärkische Geschichte im Geschichts- und Museumsverein Buchholz/Nordheide und Umgebung

 

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